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"Schleizer Dreieck" e.V. im ADAC

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Steckbrief

Helga Heinrich

Helga Heinrich

Spitzname:
Verein: AMC Schleizer Dreieck e.V.
Autogrammadresse: 08499 Mylau, Reichenbacher Straße 14
Internet:
eMail: -
geboren am: 04.05.1939
Größe: 1,65m
Augenfarbe:
Haarfarbe:
Familienstand: verheiratet
Schulabschluss: Hauptschule
Beruf: Facharbeiter für Landwirtschaft, Inhaberin eines Farbengeschäftes
Lieblingsfarbe:
Lieblingsgericht: grüne Klöße und Rouladen
Lieblingsgetränk: Rotwein
Lieblingsmusik: Countrymusic
Lieblingssendung: Formel 1, Sturm der Liebe
Lieblingsspruch:
Lieblingsstrecke: Schleizer Dreieck
Vorbild: Mike Hailwood
Hobbys: Windsurfen, Ski fahren
Meine Zukunftspläne sind: So lange wie möglich sportlich aktiv zu sein. Weiterhin wünsche ich mir, dass mein Buch ein Erfolg wird (erscheint voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember 2007)
Mein Lebensmotto:
Meine größten Erfolge: Siege auf dem Schleizer Dreieck
und auf dem Sachsenring in der Ausweisklasse bis 125 ccm,

1979- Sieger der DDR-Bestenermittlung in der Klasse B6 (Spyder)

Helga Heinrich: Frauen Power auf zwei und vier Rädern im Motorsport
Seit über vier Jahrzehnten zählt Helga Heinrich zu den permanenten Gästen auf dem Schleizer Dreieck. Zu Beginn ihrer Laufbahn war die heutige Mylauerin als Motorradpilotin unterwegs und zeigte bei zahlreichen Rennen ihren männlichen Kollegen den Auspuff. Später wechselte sie in die Vierradbranche, um auch hier Erfolge auf einem RS 1000, einem Spyder oder einem Formel-Rennwagen einzufahren. Nach über 24 Jahren – 1984 - beendete Helga Heinrich ihre aktive Laufbahn. Doch irgendwie blieb ihr das „Benzin im Blut“ erhalten, nach zwei Jahrzehnten wurde Helga Heinrich „rückfällig“. Seit dieser Zeit sitzt sie wieder am Steuer eines Formel Easter und beteiligt sich an Oldtimerveranstaltungen. Gemeinsam teilt sie sich, wie auch an diesem Wochenende, einen Estonia mit ihren ehemaligen Konkurrenten Wolfgang Wöhner.

Der Motorsport war für Helga Steudel, so ihr Mädchenname, eine Liebe auf den zweiten Blick. „Eigentlich sollte ich, wenn es nach dem Willen meiner Lehrer gegangen wäre, auf eine Sportschule delegiert werden. Schon frühzeitig erkannten sie mein Talent im Geräteturnen und in der Leichtathletik“, erinnert sich Helga Heinrich. Doch daraus wurde nichts. Helga musste sich dem Willen ihres Vaters beugen und einen landwirtschaftlichen Beruf ergreifen, um später in die elterliche Landwirtschaft einsteigen zu können. Mit nur geringem Interesse schaffte sie den Berufsabschluss. Durch diese eigenwillige Entscheidung trug der Vater, wenn auch nur indirekt, zur späteren sportlichen Laufbahn seiner Tochter bei. Auf Grund der großen Entfernung zur Berufsschule kaufte sie sich ein Motorrad. Über Geschicklichskeit- und Zielfahrten schaffte Helga Heinrich mit Hilfe des Rennfahrers Rudi Gläser schließlich im Jahre 1960 den Wechsel auf die Rennstrecke.

Helga HeinrichGleich bei ihren ersten Start auf der Bernauer Schleife setzte sie die Männerwelt in Erstaunen. Mit einem Blitzstart führte die junge Frau das Feld an. Eine gebrochene Schaltklaue kurz vor dem Ziel verhinderte jedoch den möglichen Erfolg. Trotzdem sorgte der fünfte Platz im Ziel, in der Ausweisklasse bis 125 ccm, für erhebliches Aufsehen. So richtig trauten die Sportfunktionäre wohl doch nicht der schnellen Lady aus dem Vogtland. Nach dem Rennen musste sie sich dem ADMV-Sportarzt Dr. Diedrich vorstellen. „Alles o.k.! Sie hat eine Kondition, daran könnte sich mancher Junge ein Beispiel nehmen“, so seine Worte nach der Untersuchung. Nach zwei weiteren fünften Plätzen in der ersten Saison, erlitt Helga Heinrich beim einen Sturz schwere Verletzungen beim Staakener-Kleeblatt-Rennen. „Ich wurde damals schon von einigen Zuschauer für Tod erklärt“, weiß sie heute noch.

Im darauffolgenden Jahr folgten, auf Grund der schweren Verletzungen, lediglich zum Ende der Saison noch einige sporadische Einsätze. Zum ersten Mal ganz oben auf dem Siegerpodest stand Helga im Jahre 1963. Damals verwies sie im letzten Rennen der Saison, auf der Dresdner Autobahnspinne, den späteren DDR-Meister Roland Rentzsch auf Platz zwei. Weitere Erfolge sollten folgen. Zu den schönsten Siegen zählt sie den Gewinn des 125ccm-Ausweisrennens 1964 auf dem Sachsenring. Dieser Lauf wurde im Rahmen des Motorrad-Weltmeisterschaftslaufes ausgetragen. Zu den ersten Gratulanten zählte damals kein Geringer als der mehrfache Weltmeister Mike Hailwood (GB). Auch der Sieg 1967 auf ihrer Hausstrecke, dem Schleizer Dreieck, gilt als ein Höhepunkt in ihrer Laufbahn. Nach der Saison 1967 beendete sie ihre Laufbahn als Motorradfahrerin. Ich hatte keine Motivation mehr, gibt sie als Grund an. In der Ausweisklasse hatte sie alles erreicht, was es zu erreichen gab. Eine Lizenz blieb ihr als Frau verwehrt, die damaligen Bestimmungen der FIM machten dies nicht möglich. Die internationalen Motorrad-Rennen blieben zu diesem Zeitpunkt ausschließlich der Männerwelt vorbehalten.

Helga HeinrichDie „Überzeugungsarbeit“ für den Wechsel zum Automobilrennensport leistete der bekannte Dresdner Rennautomobilbauer und Rennfahrer Heinz Melkus. Anders als bei den Zweirädern konnte hier eine Frau, bei entsprechenden sportlichen Leistungen, eine I-Lizenz erhalten, was Helga Heinrich auch nach kurzer Zeit auch gelingen sollte. Bis 1984 saß sie noch als Aktive am Steuer eines Rennautos. Egal ob Sportwagen oder Formel-Rennwagen, Helga Heinrich machte stets eine gute „Figur“ hinter dem Steuer.

An das Schleizer Dreieck kehrt sie bis heute gerne zurück. „Auch nach so vielen Jahren bekomme ich noch ein Kribbeln im Bauch, wenn ich den Buchübel in Richtung Stadt hinunterfahre. Die Strecke ist einzigartig, auch wenn einige markante Streckenteile entfallen sind“, schwärmt Helga Heinrich von ihrer Hausstrecke.


Im Übrigen, wer sich noch ausführlicher sich über die sportliche Laufbahn dieser einzigartigen Sportlerin informieren möchte, dem sei ihr Buch empfohlen, dass am Ende des Jahres im Top Speed Verlag erscheint.

Fotos: Jürgen Müller/Archiv Jürgen Müller


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